In eigener Sache

Wir vom Project Let’s Zeppelin 2017 – Orgateam sind wie viele andere auch Geocacher aus Leidenschaft. Dabei sind wir in unserem Hobby nicht nur passive Konsumenten, die „einfach nur“ Dosen von anderen suchen und an von anderen organisierten Events teilnehmen (ohne, dass wir diejenigen verurteilen wollten, die genau nur das tun). Vielmehr belegt die Anzahl eigener Caches und von uns organisierter Events, dass wir auch sehr aktiv versuchen, Beiträge für die Community zu leisten und anderen dadurch eine Freude zu bereiten.

So saßen wir im Winter 2015 zusammen und dachten über die Idee nach, einen Mega-Event an den Bodensee zu holen. Immer, wenn wir darüber sprachen, machte sich eine gewisse Euphorie breit. Grandiose Ideen wurden geboren wie „am Abend muss mottogerecht Led Zeppelin spielen“ mit einem beleuchteten Zeppelin im Hintergrund – und wieder verworfen, sobald auch nur ansatzweise über Kosten und Machbarkeit nachgedacht wurde.

Spätestens nachdem wir unseren Hut für einen Mega-Event in den Ring geworfen hatten, sahen wir uns vielfältigen Herausforderungen ausgesetzt, die wir so nicht vorhergesehen hatten. Das fing schon mit der sehr eingeschränkten Freiheit zur Gestaltung unseres Eventlogos an und setzte sich mit einer Vielzahl von zu beachtenden Bestimmungen fort.

Dazu kam dann der „Project“-Status, den wir zu Beginn nie gezielt angestrebt hatten. Nachdem wir aber schon mal mit der Event-Organisation begonnen hatten, versuchten wir es einfach und waren am Ende die Glücklichen. Wir freuen uns nach wie vor sehr darüber und sind dankbar, dass man uns diese Ehre zuerkannt hat. Allerdings verschiebt diese Ehre den Anspruch noch einmal deutlich nach oben und erhöht den Druck, etwas Besonderes zu bieten.

Wer in die Historie der Mega-Events schaut und einen Blick in den aktuellen Mega-Eventkalender wirft, der erkennt, dass es in der GC-Saison fast keine freien Wochenenden mehr gibt. Die Megas konkurrieren länderübergreifend miteinander und es wird immer schwieriger, etwas Besonderes oder gar Neues zu bieten, das noch nicht da war.

Greift man auf Altbewährtes zurück, heisst es, denen fällt auch nichts mehr ein. Holt man als Deutschland-Premiere! die Original Can of Beans (O.C.B.) nach Friedrichshafen, wird aus dunklen Ecken ohne jegliche durch die Verfasser validierten Informationen reißerisch über die Kosten spekuliert und das Ganze niedergemacht. Man wirft basierend auf der Vergangenheit einfach wilde Zahlen in den Raum, die weit entfernt sind von unserer heutigen Realität und abschließend folgt dann ein nur noch geschmack- und niveaulos zu nennender Vergleich. Muss das sein ?

Das Schwierigste und absolut größte Risiko für uns aber war und ist die Kalkulation. Den mit Abstand größten Kostenblock stellt die Eventlocation dar. Der Zeppelinhangar befindet sich auf dem Flughafengelände und ist Eigentum eines auf Gewinn ausgerichteten Unternehmens. Das hat zwei wesentliche Konsequenzen zur Folge:

Zum einen gilt auf einem Flughafengelände eine Vielzahl von Bestimmungen. Beispielhaft seien die Security-Anforderungen genannt. Es gibt einen gesetzlich festgelegten Schlüssel, über den die Anzahl der Security-Kräfte pro Anzahl Besucher festgelegt ist. Man kann da aber nicht einfach freiwillige Helfer als Security-Personal beistellen. Die Security-Kräfte müssen vielmehr eine besondere Flughafen-Zulassung haben. Wir müssen daher eine deutlich zweistellige Anzahl Security-Kräfte mieten und entsprechend pro Stunde bezahlen.

Zum anderen bekommen wir den Hangar nicht etwa umsonst, sondern müssen vielmehr auch hier Miete an die Eigentümer zahlen. Das Aussengelände wird zudem extra eingezäunt und gegen das restliche Flughafenareal abgesperrt mit Stacheldraht. Kein freiwilliger Helfer kann und darf Stacheldraht verlegen, sondern auch hier ist durch uns zu bezahlendes Fachpersonal erforderlich …

Das sind ohne Anspruch auf Vollständigkeit nur drei Beispiele, die deutlich machen sollen, warum dieses Eventgelände nicht vergleichbar ist mit z.B. einem Baggersee.

Unser ganz privates finanzielles Risiko liegt im mittleren fünfstelligen Bereich. Diese Fixkosten fallen an, nahezu unabhängig von der Besucherzahl. Wir haben keinen privaten Sponsor oder öffentliche Institution als Veranstalter im Rücken. Wenn unsere Kalkulation nicht aufgeht, können wir Privatinsolvenz anmelden – für ein Unterfangen, das wir aus reinem Idealismus begonnen haben.

Wir können dies nur mit Eurer Unterstützung vermeiden, indem Ihr möglichst zahlreich Tickets, Coins und T-Shirts kauft.

Wir arbeiten weiterhin Tag und Nacht daran, dass wir Euch einen entsprechenden Gegenwert und Qualität bieten.

Es mag abgedroschen klingen, aber Exclusivität hat nun mal ihren Preis. In den Hangar kommt man sonst als „Normalo“ erst gar nicht rein, sondern höchstens im Rahmen einer Werftführung (die selbstverständlich auch Geld kostet).

Wer das Obengesagte mit einbezieht und bei Vergleichen sachlich und unvoreingenommen mit anderen Events und deren Location mit berücksichtigt, der erkennt, dass unsere Preisgestaltung eher moderat ist.

Wir sind uns im Klaren darüber, dass wir es nicht allen recht machen können. Wir bemühen uns aber nach wie vor sehr, möglichst vielen gerecht zu werden. Wer eine rostige Dose nicht anschauen will, der muss es ja nicht tun – es wird doch keiner dazu gezwungen.

Und wem überhaupt nicht gefällt, was wir tun, der möge vielleicht anhand der vorigen sehr offenen Worte mal darüber nachdenken, ob er überhaupt und was er dazu in einen Blog oder die sozialen Medien schreibt.

Die bisherige sehr erfreuliche Resonanz auf unseren Shop scheint uns recht zu geben, dass wir nicht so ganz falsch liegen mit unserer Arbeit.

Darüber freuen wir uns sehr und ziehen Kraft und Motivation daraus, für Euch weiterhin auf einen schönen Event und attraktives Drumherum hinzuarbeiten.

„Project Let’s Zeppelin 2017“ wird etwas Einmaliges bleiben und sich nicht wiederholen.

Es gibt nur diese eine Chance vom 18. – 20. August 2017 in Friedrichshafen am Bodensee.

Check-in: Project Let’s Zeppelin 2017 – JETZT !

Onlineshop

 

Es grüßt Euch

Euer Orgateam

3 Gedanken zu “In eigener Sache

  1. Da staune ich sehr, dass sich jemand die Zeit nimmt, die Mega-Eintrittspreise auf so tiefem Preis-Niveau zu vergleichen, wo doch alle Orga’s ihr Möglichstes tun und mit viel Herzblut unzählige Stunden investieren. Ich war sehr verwundert, dass das Ticket bei Let’s Zeppelin lediglich 14 Euro kostet!
    Wer selber schon mal einen seriösen Grossanlass auf die Beine gestellt hat, weiss was es braucht bis so ein Megading steht! Für mich völlig unverständlich, dass sich da jemand über „hohe“ Preise beklagt! Die erwähnten Zusatzkosten für Sicherheitsleute usw. sind nur die Spitze des Eisberges von dem was finanziell geleistet werden muss. Die Arbeitsstunden der Orga werden am Ende mit glücklichen Cacher-Gesichtern belohnt. So scheint es mir doch sehr bedenklich und fern von Wertschätzung, wenn man jeden Euro vergleicht und sich gar noch beklagt!
    Nicht zuletzt hat Let’s Zeppelin auch eine Anziehungskraft durch die Location und diese gibt es nicht umsonst!
    Und wenn dies noch nicht einleuchtet, dann lohnt sich vielleicht die Überlegung, wie oft man 14 Euro schon verdummt hat, ohne einen solchen tollen Gegenwert zu bekommen?!
    Grosse Arbeit der Orga’s, dass überhaupt solche Treffen möglich werden, wo wir nachher noch Jahre davon erzählen! DANKE!
    Und ja, wir freuen uns auf Friedrichshafen!!!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*